Wilhelm Molterer
Wilhelm Molterer wurde 1955 in Steyr/OÖ geboren. Er begann im Jahre 1974 an der Johannes-Kepler-Universität Linz das Studium der Sozialwirtschaft. Danach arbeitete Molterer von 1981 bis 1984 im Österreichischen Bauernbund, dessen Direktor er in den Jahren 1989 bis 1993 war. Ab 1990 war Molterer Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat. Nach der Tätigkeit als ÖVP-Generalsekretär 1993/94 wurde Molterer von 1994 bis 2003 Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft. Als die ÖVP unter Wolfgang Schüssel stärkste Parlamentspartei wurde, wechselte Molterer 2003 bis 2006 als ÖVP-Klubobmann in den Nationalrat. Nach den gescheiterten Nationalratswahlen 2006, bei denen die Volkspartei an Stimmen verlor, trat Wolfgang Schüssel 2007, unmittelbar nach den Koalitionsverhandlungen, zurück. Sein Nachfolger und Vizekanzler wurde 2007 Wilhelm Molterer, der in dieser Zeit entscheidende Themen und Anliegen der ÖVP innerhalb der Regierung durchsetzen konnte. Molterer initiierte die „Perspektivengruppen“, die sich mit Zukunftsfragen der Partei beschäftigten. Im Juli 2008 kündigte Molterer die große Koalition mit der SPÖ auf. Nach den darauf folgenden Nationalratswahlen, die für die ÖVP nicht mit dem gehofften Erfolg endeten, stellte Molterer 2008 seine Funktion als Bundesparteiobmann zur Verfügung.